Vortrag: Nachhaltigkeit praktikabel machen - Die (Öko)-Bilanz eines Lebens

Herr Gratzel will sich selbst erlösen

Dirk Gratzel (50) ist CEO eines Unternehmens für Künstliche Intelligenz. Geschäftlich viel unterwegs. Hat ein schönes Haus, fuhr ein großes Auto. 

Dann wurden seine Kinder größer und die Diskussionen mit Ihnen politischer. Klimawandel war ein Thema. Dirk Gratzel wurde bewußt, so kann es nicht weitergehen. Er wollte aufräumen bevor er diese Erde verlässt. Den nachfolgenden Generationen seine CO2 Sünden zu hinterlassen, kam nicht mehr in Frage.

Sich mit Geld von seinen Sünden frei kaufen, war keine Option. Er wollte die Sache gründlich und nachhaltig angehen. Ohne Klimsünden leben, geht das eigentlich?

Dafür wählte er den anstrengenden Weg. Er ließ sich als erster Mensch seine individuelle Ökobilanz mit Hilfe der TU Berlin berechnen. Das hatte vorher noch keiner gewagt. Vor allem für ein bis dahin schon 48 Jahre dauerndes Leben rückwirkend ein immenser Aufwand. Alles, was er je getan oder besessen hat, mußte erfasst und bilanziert werden. Das Ergebnis war erschreckend.

Seither hat er sein Leben radikal geändert.  Das heißt auch, verzichten lernen. Seine Entschlossenheit ein durchgeplantes, klimafreundliches Leben zu führen, wirkt: Sein CO2 Ausstoß ist dramatisch gesunken, allerdings von dem international formulierten Zwei-Tonnen-Ziel pro Mensch noch weit entfernt. 

Daher startet Gratzel jetzt in die nächste Phase: Kompensation. 

Das alles ist sein persönlich Kampf gegen seine Klimasünden und nicht massentauglich. Das ist ihm bewußt. er ist keiner, der die Menschen bekehren will. Dennoch ist er ein Thema auf eine völlig neue Weise angegangen, dass uns alle angeht und dass der gelernte Jurist mit seiner charismatischen Ausstrahlung spannend vermitteln kann.

Wir feuen uns auf einen sehr anregenden Abend mit Dr. Dirk Gratzel.

 

Weiterführende Informationen:

Dirk Gratzel und die Ökobilanz-Diät (WDR Lokalzeit)

„Ich möchte keine ökologischen Schulden hinterlassen“ (Deutschlandfunk)

Aachener will seinen „ökologischen Fußabdruck“ verkleinern (Aachener Nachrichten)

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